u08.de Ferienprogramm 2016

 

Teilnahme der Funkamateure Landshuts am Ferienprogramm
der Stadt Landshut 2016

 

Da in den vergangenen Jahren die von uns angebotenen Termine immer sehr schnell ausgebucht waren, haben wir uns entschlossen, für das Ferienprogramm 2016, das Angebot auf drei Tage mit insgesamt 6 Terminen, bei unterschiedlichem Inhalt, zu erweitern.

Damit hatten in diesem Jahr mehr Kinder und Jugendliche die Möglichkeit teilzunehmen. Insgesamt waren es an sechs verschiedenen Terminen 46 Kinder und Jugendliche, die mit Begeisterung in die Welt der Funkamateure eintauchten. Trotz der Angebotssteigerung konnten viele Interessierte leider aus Kapazitätsmangel nicht mehr berücksichtigt werden.

Obwohl es sich bei dem Angebot der Funkamateure um reine Technik handelte und man allgemein der Annahme ist, das sich Mädchen dafür nicht interessieren, waren durchaus auch Mädchen unter den Teilnehmern.

Insgesamt waren es drei Hauptgebiete die angeboten wurden.

Teil 1 bestand aus Funken auf KW und UKW.

Ganz wichtig ist es den Funkamateuren dabei zu erwähnen, dass das Agieren (Senden) im Äther einer Amateurfunk Lizenz bedarf. Jeder Funkamateur, egal ob in Deutschland oder weltweit, muss zuvor bei der zuständigem Behörde (in Deutschland Bundesnetzagentur) eine Prüfung ablegen. Diese enthält weltweit annähernd die selben Standards. Seit einigen Jahren gibt es aber in Deutschland sogenannte Ausbildungsrufzeichen, die ein lizenzierter Funkamateur auf Antrag bei der Bundesnetzagentur erhält. Mit so einem Rufzeichen, nämlich DN3LA, konnten die Kinder unter Aufsicht an der Landshuter Clubstation auf der Weickmannshöhe funken.

Lenz Grassl (DL8RDL), wies die Jugendlichen zuerst in das unbedingt erforderliche NATO Alphabet ein. Sie lernten ihren Namen, oder auch die Heimatstadt Landshut zu buchstabieren. Sich jetzt mit Menschen innerhalb Deutschland, Europa oder auch weltweit über Kurzwelle zu unterhalten, schien den Kinder kein Problem. Hatten sie doch Lenz zur Seite. Bei Funkkontakt englisch sprechender Partner, unterstützte er durch "einsagen" von der Seite.

Klaus Wunderlich (DJ4FW) gab den Kindern eine allgemeine Einführung in die Geschichte der Funktechnik und funkte mit den Kindern auf 2m und 70cm. Hier hauptsächlich über Relaisfunkstellen. Diese Relaisfunkstellen werden vom DARC, oder aber auch von privaten Funkamateuren errichtet und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Überwiegend befinden diese sich auf exponierten stellen, Türmen, Windräder, oder hoch gelegenen Bergen. Damit erweitert man die Reichweite auf den VHF/UHF Bändern erheblich. Wunderlich hatte auch einen selbstgebauten Morsegenerator mit dabei und gab den Kindern einen Einblick in die Technik der Morsesignale. Den eigenen Namen via Morsecode zu geben, das machte Spaß.
Das jüngste Kind hier war 10, das älteste 14 Jahre alt.

Im Teil 2 hieß es nun, unter Federführung von Bernhard Schröcker, DL9RDW, Aufbau von Reissbrettschaltungen.

Begonnen wurde der Kurs mit dem Aufbau der Schubladen-Alarmanlage. Nach einer kleinen Einführung in die Kunst des Lötens begannen die Kinder begeistert die Reißzwecken auf die vorbereiteten Holzbrettchen zu stecken um diese anschließend zu verzinnen. Es wurden dann die niedrigen Bauteile wie Drahtbrücken, Widerstände und Dioden bestückt, bevor mit den höheren Bauteilen wie Lautsprecher oder Transistoren fortgefahren wurde. Am Ende konnten alle Schaltungen erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Alle Kinder waren mit der ersten Schaltung so schnell fertig, dass jeder noch eine zweite Schaltung aufbauen konnte. Hier wurde ein Morseton-Generator gebaut und mit den Kindern anschließend noch geübt ihren Vornamen auswendig zu morsen. Zwei Kinder haben sogar begonnen sich gegenseitig kleine Nachrichten zuzuschicken und diese per Morsecode zu dekodieren.
Hier war das jüngste Kind 8, das älteste 13 Jahre alt.

Im dritten Teil hieß es, unter Federführung von Hans-Jürgen Schott, DH5RL, "Schätze" finden.

Zuerst gab es hier eine Einweisung in die Funknavigation mittels APRS (Automatic Packet Reporting System). Zur Vorbereitung gehörte das versteckten von jeweils 4 Schätzen. Diese mussten die Kinder dann mittels Funknavigation (APRS) finden. Um die Schätze zu finden waren die Outdoor Teams jeweils ca. 10km zu Fuß unterwegs. Anweisungen von den im Clubheim gebliebenen Kindern führten zum Ziel. Sie hatten auf dem PC-Bildschirm das Ziel im Auge und konnten auch die sich auf dem Weg befindliche Gruppe, über das System, mittels von APRS-fähigen HandfunkgerÄten verfolgen. Diese Handfunken übermitteln die via GPS empfangenen Positionsdaten.

Abschließend zeigte Hans-Jürgen Schott, DH2RL, noch eine funkgesteuerte Drohne mit der er schöne Aufnahmen und Videos vom Clubstationsgelände machte. Den Kursteilnehmern wurden diese Bilder per E-Mail zugeschickt.
Das jüngste Kind hier war 8 und das älteste Kind 13 Jahre alt.

Der Ortsverbandsvorsitzende der Landshuter Funkamateure, Achim Müller, DL3RY, bedankte sich abschließend noch beim diesjährigen Leiter des Ferienprogramms, Bernhard Schröcker, DL9RDW, und seiner Truppe.

Die Betreuer waren:

Funken KW und UKW:

  • Lenz, DL8RDL
  • Klaus, DJ4FW
  • Rolf, DF4RK
  • Mathias, DL6NAL

Funkpartner:

  • Wolfgang, DK1AY
  • Hans, DK9CR

Reissbrettschaltungen:

  • Achim, DL3RY
  • Rudi, DD1CK
  • Mathias, DL6NAL
  • Alex, DG8AM
  • Rolf, DF4RK
  • Bernhard Schröcker, DL9RDW

APRS:

  • Hans-Jürgen, DH2RL
  • Andy, DL3RCG
  • Daniel, DL3ZY
  • Rolf, DF4RK

Für die Versorgung der Betreuer sorgte Sigi, DF9RD.


Hier gibt es eine Menge Bilder vom Ferienprogramm 2016

 
 nach oben letzte Änderung:  Oktober 2017, DC4RU