u08.de Ein Fieldday 1973

 

Ein Fieldday 1973

Anfang der 70er-Jahre gab es kaum Aktivitaeten des OV Landshut, wer da einen Fieldday wollte, musste schon selbst einen aufziehen. So entschloss ich mich zu einem eigenen Fieldday und wählte einen Tag, an dem ein österreichischer Contest auf 2 m lief. Welcher dies war, ist mir nicht mehr in Erinnerung

Als Standort wählte ich ein Feld in der Nähe von Gstaudach, dort ist man auf guter Höhe und es war damals dort noch sehr ruhig, da es die Autobahn noch nicht gab. Auch existierte der Sendemast noch nicht und so waren auch keine Störungen durch Einstrahlung zu befürchten.

Es ist geschafft, der Mast steht!

Die technische Ausrüstung war aus heutiger Sicht antiquiert aber damaliger Stand der Technik. UKW-Geräte wie sie heute üblich sind gab es kaum und Umsetzer von KW auf UKW waren üblich. Das ganze in Röhrentechnik und dadurch mit entsprechendem Energiehunger. Eine Stromversorgung nur aus Batterien hätte sicherlich nicht den ganzen Tag standgehalten, so musste zusätzliches her.

Das Kraftwerk wird gestartet
Es läuft - und läuft - und läuft
Die Pufferbatterien, 2x6V in Serie

Hier die Ausrüstung:

Grundgerät:       HW100, Endröhren abgeschaltet, 
                  Auskopplung des KW-Signales aus dem  Treiber. 
UKW-TX:           Transverter von 10 m auf 2 m, 
                  in der Endstufe eine QQE 06/40. 
                  Output ca. 100 W.
UKW-RX:           Konverter mit EC88, EC86, ECF82
Antenne:          7-el. Yagi auf 11 m hohem Mast, 
                  Eigenbau-Rotor mit Scheibenwischer-Motor 
Stromversorgung:  Zwei 6V-Akkus in Serie (Autoakku hatte nur 6V) 
                  gepuffert von einem Strom-Aggregat, 
                  dies bestand aus einem Betonmischer-Motor der 
                  eine PKW-Lichtmaschine 12V55A antieb.
                  Transistorwandler von 12V auf  300V und 8ooV 
                  (für die vielen Röhren!)
Der Kabelverhau hinter der Station
Die Station mit Kühlwasser; im Bild DC1RO Mathias

Zum Aufbau der Antenne kam extra DC1RO Mathias und half mir, desgleichen wieder beim Abbau. Sonst sass ich da allein bei sehr schönem Wetter und natürlich ausreichender Verpflegung. Im Gegensatz zu heute war auf 2m viel mehr los, insbesondere bei Contesten. An diesem Tag konnte ich fast alle europäischen Länder arbeiten von Scandinavien bis Malta, mit Ausnahme solcher Exoten wie M1 oder 3A. Allerdings wurde auch ZB2 erreicht.

Es hat sehr viel Spass gemacht wenn auch der technische Aufwand etwas gross war. Heute lässt sich das gleiche mit wesentlich geringerem Aufwand erreichen .

In späteren Jahren habe ich noch weitere Fielddays durchgeführt, auf dem Rauschberg/Ruhpolding, bei Lauterburg/Württ., bei Weissenburg/MFr. und einige im Bayerischen Wald, allerdings nicht mit so grossem Aufwand. Damals lohnte es sich noch auf 2m cq zu rufen. Heute hätte man Mühe eine Antwort zu erhalten. Schade !

Autor: Peter, DK4RG

 

 
 nach oben letzte Änderung:  Oktober 2017, DC4RU