u08.de Jahreshauptversammlung 2013

 

Jahreshauptversammlung bei den Funkamateuren

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft beim DARC
Bericht des Notfunkreferenten Landshut

Am 04. März 2013 fand in der Sportgaststätte des SC-Berg die Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Landshut statt. Der OVV Siegfried Deutinger, DF9RD, konnte neben einer großen Anzahl erschienener Mitglieder so wohl Gäste, als auch den Vorsitzenden des Dachverbandes der Funkamateure im Deutschen Amateur Radio Club (DARC), Steffen Schöppe, DL7ATE, begrüßen.

Nach dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder des Vereins und noch vor der Tagesordnung sei es ihm sehr wichtig, so der OVV, sich bei den Vielen, die den Verein unterstützt haben, zu bedanken. Wichtig sei ihm die sehr gute Zusammenarbeit innerhalb der Vorstandschaft, besonders mit seinem Stellvertreter Achim Müller, DL3RY zu erwähnen.

Die Arbeit von Robert Brunner, DC4RU, als Betreuer der Homepage der Landshuter Funkamateure, hob der Vorsitzende ebenfalls hervor. Er habe großen Anteil für die Darstellung des Ortsverbandes in der Öffentlichkeit.

Deutinger stufe die äußerst wichtige Arbeit der Notfunkgruppe Landshut mit ihren derzeit 11 Angehörigen Funkamateuren unter der Führung von Hans-Jürgen Schott, DH2RL, und dem Distriktsreferenten Hans Baier, DK9CR ganz besonders hoch ein. (Ein gesonderter Bericht von Schott am Ende).

Sichtlich angetan war der Vorstand von der Tatsache, dass der gesamte Ortsverband, bzw. deren Mitglieder, sich in bewundernswerter Weise dem OV verbunden und solidarisch zeigten und somit letztlich die Grundlage für die Finanzierbarkeit des neuen Clubheimes auf der Weickmannshöhe erst ermöglichen. Die wieder einmal vielen Arbeitsstunden, die beim Bau der Terrasse letzten Jahres aufgebracht wurden um das Clubheim damit aufzuwerten, lobte Deutinger ausdrücklich. Ebenso die vielen Funkaktivitäten bei denen die Landshuter Mitglieder beste, ja sogar erste Plätze belegten. Auch bei weltweiten Wettbewerben mischen die Landshuter regelmäßig vorne mit. Die gute Funklage und die optimale technische Ausrüstung der Clubstation, DL0LA, machen dies möglich, so die Aussage.

Clubheim
Das Clubheim der Funkamateure auf der Weickmannshöhe

Jahresbericht

Nun ging der OVV zur Tagesordnung über. Hier stand an erster Stelle der Bericht des Vorstandes. Dabei wurden alle wichtigen Ereignisse, seit der letzten Hauptversammlung bis jetzt, den Anwesenden in chronologischer Reihenfolge noch einmal in Erinnerung gerufen. Er erinnerte dabei unter anderem an das Bundesjugendlager des THW, bei dem sich die Funker mit sechs Workshops vom 02. bis 07. August 2012 beteiligten. Insgesamt waren es 150 jugendliche THWler die sich dazu angemeldet hatten. 17 Funkamateure aus den beiden Landshuter Ortsverbänden des DARC und des VFDB führten die Kurzlehrgänge durch. Hans Baier, DK9CR, hatte diese, für den Verein größte Herausforderung seit Jahren, eingefädelt und geleitet.

Auch der Erste Hilfe Kurs, den Thomas Reiter von der DLRG Wartenberg, im Clubheim im Januar diesen Jahres abhielt und an dem sich acht Personen beteiligten erwähnte der OVV. Er selbst nahm auch an diesem zweitägigen Lehrgang teil.

Kassenbericht

Der folgende Bericht des Kassenwartes Steffen Schöppe, DL7ATE, war positiv. Obgleich der Verein nicht mit großen Geldsummen gesegnet sei, ist zu verzeichnen, dass der Vereinshaushalt ausgeglichen ist, ja die Einnahmen sogar leicht gestiegen sind. Die Kassenprüfer betätigten eine solide Finanzführung des Kassiers und des Vereins. Die Mitglieder haben anschließend der Vorstandschaft Entlastung erteilt.

Ehrungen

Für jeden Verein ein Highlight, ist die Ehrung langjähriger Mitglieder. Es waren dies Josef Bayer, DL2YQ, Johann Marchner, DG6RCJ, Erwin Roider, DG4RCJ, und Bernhard Schröcker, DL9RDW, für 25 jährige Mitgliedschaft beim DARC.
Rudolf Baier, DL3RBU, wurde für 40 jährige Treue zum Verein geehrt.

Ehrungen
v.l.n.r.: OVV Siegfried Deutinger (DF9RD), Johann Marchner (DG6RCJ),
Rudolf Baier (DL3RBU), Erwin Roider (DG4RCJ), Josef Bayer (DL2YQ),
Bernhard Schröcker (DL9RDW) und der Vorsitzende des DARC,
Steffen Schöppe (DL7ATE).

 

Der Eintritt von 15 Neumitgliedern, in den vergangenen beiden Jahren, sei eine sehr erfreuliche Entwicklung des Landshuter DARC-Ortsverbandes so Sigi, DF9RD. Gegengerechnet mit Austritten und Ortsverbandswechseln blieben unterm Strich 7 Zugänge zu verzeichnen. Bei einem Verein mit derzeit 120 Mitgliedern immerhin um die 6 Prozent.

Vorschau für das neue Jahr

In der Vorschau zu geplanten Aktivitäten in diesem Jahr, gehöre wieder die Beteiligung am Ferienprogramm der Stadt Landshut, bzw. des Jugendamtes. Alex Mühlbauer, DG8AM, der das Ferienprogramm der Funker leitet, bietet für die Jugendlichen wieder Funken, Basteln/löten und Füchse suchen (versteckte Sender). In der Vergangenheit zeigte sich, dass die Jugendlichen richtig begeistert sind von der Möglichkeit, via Kurzwelle vom Landshuter Clubheim aus, Funkamateure auf der ganzen Welt zu Kontaktieren. Selbst eine australische Amateurfunkstation hatte man im vergangenen Jahr erreicht. Dabei können die Schüler/innen ihre, zuvor im Englischunterricht erworbenen Kenntnisse einsetzen. Die Mutigen unter ihnen trauen sich das auch auf Anhieb. Wenn es nicht gleich Australien ist, fasziniert es auch mal mit einem leibhaftigen Ölscheich zu plaudern.

Beim Basteln/löten bauten die Kids letztes Mal eine kleine Alarmanlage für ihre Schubladen Zuhause. Das kam natürlich sehr gut an, konnten sie doch jetzt ihre "Geheimfächer" vor dem unbemerkten Zugriff der Eltern "schützen".

Auf die Suche gehen mit Peilempfänger (Fuchsjagd), das kannten einige bereits aus dem Fernsehen z.B. bei Tiersendungen, wo wilde Tiere, denen man ein Funkhalsband verpaßt hat, angepeilt werden. Nur, selbst peilen ist halt dann doch eine Herausforderung. Auch das gibt es wieder. Klaus Wunderlich, DJ4FW, hatte an dem Riesenspaß der Jugendlichen dabei großen Anteil. Akribisch bereitete er sich vor und führte die Jugendlichen, auf interessante Weise, in die Welt der Funkwellen ein.

Die modernste Art einen versteckten Sender zu entdecken heißt bei den Funkamateuren Automatic Packet Reporting System (APRS). Dies sind Sender/Empfänger (Transeiver), die ihre mittels GPS-Empfänger ermittelten Positionsdaten weitersenden und in diesem Fall im Clubheim empfangen werden. So kann eine Gruppe, geleitet von der Leitstation aus, punktgenau zum Sender finden. Dies funktioniert sowohl über das Internet, aber auch davon unabhängig über ein eigenes Funknetz, das die Funkamateure deutschland-, bzw. weltweit betreiben. Weil es im wahrsten Sinn des Wortes kinderleicht ist, macht es diesen auch riesen Spaß, vermutlich auch wieder dieses Mal. Im vergangenen Jahr war Hans-Jürgen Schott, DH2RL, dafür zuständig.

Heuer will man, zum zweiten Mal, ein Sommerfest abhalten. Nach dem im letzten Jah,r das tags zuvor errichtete, Zelt vom in der Nacht aufgekommenen Sturm weggeblasen wurde, hofft man dieses mal auf mehr Wetterglück.

Zum Abschluß der Hauptversammlung ein Bericht, des Leiters der Landshuter Notfunkgruppe, der die anwesenden Funkamateure schockierte.

Bericht des Leiters der Notfunkgruppe Landshut, Hans-Jürgen Schott, über Induktionslampen als Straßenbeleuchtung in der Marktgemeinde Ergoldsbach.

DH2RL
Hans Jürgen Schott, DH2RL, Leiter der Notfunkgruppe Landshut

Die Marktgemeinde Ergoldsbach hatte, im Oktober letzten Jahres, die orangen Natriumdampflampen (NAV) gegen energiesparende Induktionslampen getauscht. Diese Induktionslampen haben anstatt 70 Watt nur noch 20 Watt Leistung. Dementsprechend schlecht sei jetzt auch die Ausleuchtung, meinte Schott. Bei Induktionslampen handele es sich im Prinzip um Gasentladungslampen, ähnlich wie Leuchtstoffröhren. Ein wesentlicher Unterschied bestehe jedoch darin, dass das im Leuchtkörper enthaltene Gas bei Induktionslampen nicht, wie bei Leuchtstoffröhren, durch Elektroden, sondern durch ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld angeregt wird. Dieses von Induktionslampen erzeugte HF-Feld kann erhebliche Funkstörungen verursachen, berichtete der Leiter der Notfunkgruppe Hans-Jürgen, DH2RL. Die Störungen sind bei mir so massiv, so DH2RL, daß das komplette Frequenzband bis in den VHF-Bereich, ab dem Einschalten der Lampen, unbrauchbar ist. Auch der Radioempfang ist davon betroffen. In einigen Ortsteilen ist kein störungsfreier Radioempfang mehr möglich. Als Leiter der Notfunkgruppe Landshut sind ihm, nach Einschalten der Straßenbeleuchtung, alle Möglichkeit von zuhause aus bei einem Ernstfall seiner Arbeit als Notfunkchef der Funkamateure nachzukommen, genommen. Die eventuellen Folgen wären fatal und könnte im schlimmsten Fall sogar Leben kosten.

Ein Kuriosum sei es auch, dass die Marktgemeinde durch diese Sparmaßname zwar die Gemeindekasse schont, aber die örtlichen Gebührenzahler des ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (früher GEZ) prellt. Denn das teuer produzierte Radioprogramm der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender kommt, zumindest bei den Ergoldsbacher Gemeindebürgern, wegen der neuen Straßenlampen nach deren Einschalten nicht, oder nur mit vielen Störungen, an. Dies betreffe auch durchreisende Autofahrer die, im Gemeindebereich, beispielsweise keinen Verkehrsfunk empfangen könnten, so die Aussage von Schott. Laut Auskunft des anwesenden Vorsitzenden des Bundesverbandes des Deutschen Amateur Radio Clubs, Steffen Schöppe, DL7ATE, sei die Bundesnetzagentur und der DARC bereits eingeschaltet.

Autor: Sigi, DF9RD



 
 nach oben letzte Änderung:  Oktober 2017, DC4RU