u08.de "Landshut Fest" im Prantlgarten

 

Start eines Stratosphären Ballon vom Prantlgarten in Landshut

Landshuter Funkamateure beteiligten sich am "Landshut Fest"
im Prantlgarten.

Am Samstag, dem 14. Juli 2018, beteiligten sich, bei sehr schönem Wetter, die Funkamateure des DARC Ortsverband Landshut am "Landshut Fest" im Prantlgarten.

Dem Wunsch des veranstaltenden Vereins, Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V., Ansprechpartner für die Funker war Herr Bücheler, sich bei den Feierlichkeiten beim Landshut Fest zu beteiligen, kamen die Landshuter Funker gerne nach.

Neben dem austragenden Verein, der Stiftung Fritz und Maria Koenig, waren auch viele andere Vereine und Verbände mit ihren jeweiligen Präsentationen anwesend.

Der Beitrag der Funkamateure war eine Gemeinschaftsarbeit mit der MINT Garage in der Grund- und Mittelschule Buch a. Erlbach. Es wurde seitens des Veranstalters der Wunsch herangetragen, einen Stratosphärenballon zu starten. Angeregt dazu wurde man von einem Bericht eines zuvor erfolgreich durchgeführten Ballonflugs der MINT Garage Buch a. Erlbach. Auch hier waren die Funkamateure mit ihrer Technik beteiligt.

Die MINT Garage Buch am Erlbach war, mit Tobias Metz (Leiter) und Berno Schmaus (Betreuer), verantwortlich für die Aufstiegsgenehmigung, Versicherung und das Befüllen des Ballons mit Heliumgas.


Tobias Metz li. und Berno Schmaus re. mit dem Shuttle beim Interview

Den Landshuter Funkern kamen die Aufgaben, Ortung und Verfolgung des Ballons, als auch die Bergung und der Rücktransport zu. Die Verantwortlichen bei den Funkamateuren waren, Achim Müller, Vorsitzender des Vereins, und Bernhard Schröcker, der auch in der MINT Garage Buch aktiv ist. Sie hatten viele Helfer, denn neben der Technik, die zur Verfügung gestellt wurde, mußte (sollte), der gelandete Ballon auch wieder gefunden, geborgen und zurück gebracht werden.


Ein Teil der Gruppe der beteiligten Funkamateure

Ein Verfolgerteam, mit den Funkamateuren Lenz Grassl und Andi Zitzelsberger, übernahmen diese Aufgabe erfolgreich. Eine große Hilfe dabei waren die mit APRS ausgestatteten Handfunkgeräte, mit denen der gelandete Ballon im Nahfeld exakt geortet werden konnte.

Geplant war der Start des Ballons nach der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Alexander Putz. Nur, leider machten zu diesem Zeitpunkt einige Wolken dem einen Strich durch die Rechnung. Tobias Metz, von der MINT Garage Buch, hatte deshalb den Start um eine halbe Stunde verschoben. Er lag richtig, jetzt hatte man schönsten blauen, wolkenlosen, Himmel über dem Prantlgarten. Wie es sich gehört, erfolgte ein Countdown. Bei Null angekommen, entließ der Landshuter OB den Ballon in die Lüfte.

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Der Ballon ist bereit zum Start
Start
Es ist so weit, Ballonstart durch OB Alexander Putz

An Bord war ein Raspberry PI 3 zur Messung von Außentemperatur, Innentemperatur im Shuttle und Prozessortemperatur, sowie Luftdruckmessung und Aufzeichnung und Steuerung von einer PI-Kamera, die nach unten geschaut hat, einer WebCam nach vorne und einer Kamera nach oben. Die Kamera nach vorne zeigte Kasimir, das Maskottchen des Kasimir Museums, dem "Bucher Astronauten" und einen schwach aufgepumpten blauen Luftballon. Dieser blaue Luftballon vergrößerte sich mit steigender Höhe und abnehmenden Luftdruck. Auf der WebCam konnte man dies gut erkennen.

Start
Die Nutzlast mit Kasimir, dem "Bucher Astronauten", und dem blauen Luftballon

Weiterhin an Funkequipment war vorhanden: ein PicoAPRS Modul mit ublox GPS Modul zur Übermittlung von Position und Höhe und als allgemeine Last, 2 Akkus und ein Spannungsregler auf 5 Volt zur Stromversorgung der Technik.

Unterwegs war der Ballon von 13:00 Uhr bis ca. 15:35 Uhr. Er erreichte bis zum Platzen eine Gipfelhöhe von 36766m und der Landepunkt lag südwestlich von Pfarrkirchen.

Für die im Prantlgarten verbliebenen Besucher boten die Funkamateure an ihrem Stand eine Livebildübertragung von Position und Höhe in Google Maps an, wobei alle Daten auf einem 37" Bildschirm dargestellt wurden. Auch konnte der Funkverkehr vom Prantlgarten zu dem Verfolgerteam via UKW Funk mitverfolgt werden. Zudem waren auch zwei Kurzwellenstationen aufgebaut. Günter Neudert führte an seiner Station eine ganz neue, digitale, Betriebsart auf Kurzwelle vor. Der Vorteil, hier dekodiert eine Software Signale, die mit dem menschlichem Ohr nicht mehr zu hören sind, fehlerfrei.

DL1RF
Martin, DL1RF

Martin Muermans, war auf den klassischen Amateurfunkbändern in Sprechfunk unterwegs. Die Antenne dazu, ein Dipol, war über den gesamten Prantlgarten gespannt. Martin erreichte dabei auf dem 40 Meter Band auch Clubkollegen aus Landshut, die gerade in Jessen, nahe der Lutherstadt Wittenberg, wegen der dort gerade stattfindenden Amateurfunk Weltmeisterschaft WRTC, unterwegs waren.

Den ersten Platz dort belegten Funkamateure aus Litauen, den zweiten Platz ein Team aus Deutschland und den dritten Rang erzielten Funker aus den USA.

Wer sich näher informieren will, kann dies unter: www.wrtc2018.de

Autor: Siegfried Deutinger, DF9RD



 
 nach oben letzte Änderung:  September 2018, DC4RU