u08.de Moers-2009

 

Ein Versatower BP60SX für die Clubstation DL0LA.

Die ersten Schritte für unser neues Clubheim wurden getan.
Ben, DL6RAI hatte die Aufgabe übernommen, für das neue Clubheim einen Funkmasten zu organisieren. Es war gut, ihn mit dieser Aufgabe zu betrauen, da einige Angebote nur deshalb eingingen, weil die betreffenden Leute ihn bzw. sein Rufzeichen kannten. Aus etwa einem Dutzend vorliegender Angebote hatte Ben dann in Moers bei Duisburg einen BP60SX Versatower favorisiert. Über Tom, DL4MCF, hatten wir erfahren, dass Dieter, DF3DZ, diesen BP60SX bereits gekauft hatte, aber nun doch keine Genehmigung bekommen konnte, um ihn bei sich zuhause aufzubauen. Hinzu kam, dass das Haus, wo der Mast stand (DK5ER, Silent Key), bald verkauft werden sollte und wenn nun die Interessenten kämen, der Funkmast stören würde.
Das hieß, von der Zusage, dass wir den Masten nehmen würden, bis zum Abbau bzw. Abtransport hatten wir nur vier Tage Zeit!
Unsere Zusage erfolgte am Dienstag, dem 9. März 2009 und der Abbau bereits am darauffolgenden Samstag, dem 14. März 2009. Das war eine Blitzaktion die ihres Gleichen sucht!

 

Das erste Bild via E-Mail aus Moers. Der Rhein


Wir, DF5LR, Andy, DL5RMH, Martin, DL6RAI, Ben und DF9RD, Sigi, starteten am Samstag früh um 02:00 Uhr (also mitten in der Nacht) von Landshut aus und waren dann um 10:40 Uhr vor Ort.
Dort wurde sofort mit den Abbauarbeiten begonnen.

 

Noch steht der Mast in Moers! Jetzt noch gut Verzurren.


Der Anhänger, den wir benutzten, war ausgeliehen und hatte eine Länge von 6 Metern mit einer flachen, niedrigen Brücke ohne Bordwände, Breite 2 Meter. Ideal, denn die drei zerlegten Mastteile waren 6,28 Meter lang. Das Gesamtgewicht, Anhänger plus Funkmast, überschritt jedoch deutlich die Gewichtsgrenze, die ein normaler PKW ziehen darf, in unserem Fall 1400 kg.
Da sprang Didi, DL4RDU, mit seinem Angebot ein, uns für diesen Zweck seinen VW-Bus zur Verfügung zu stellen. Dieser darf einen gebremsten Anhänger mit bis zu 2000 kg Gesamtgewicht ziehen. Aber nicht nur das, auch der Reisekomfort war durch den vielen Platz, aber auch wegen der Motorisierung (Andy meinte das sei eine Rakete), eine andere Kategorie.
Wir waren während der Fahrt gut mit Eßbarem und Getränken versorgt, auch der regelmäßige Fahrerwechsel nach jeweils zwei Stunden sorgten für eine angenehme Fahrt. Jeder Wechsel, nach ca. 200 km, wurde gleichzeitig für eine kleine Pause genutzt.

 

Team 1: Martin, DL5RMH und Ben, DL6RAI auf der Hinfahrt. Die zweite Pause mit noch leerem Anhänger.
  Reiseproviant  


Bei der Ankunft in Moers war herrliches Wetter mit Sonnenschein und es herrschten angenehm warme Temperaturen. Von zuhause wurde uns "Sauwetter" gemeldet. Der Mast mußte umgelegt und in seine drei Teile zerlegt werden, was kein Problem darstellte. Anders der Fuß, dieser wog mit seinen 308 kg fast soviel wie die drei Gittermastsegmente zusammen. Aber mit List und Tücke und fünf Mann, gelang es schließlich das Teil auf den Anhänger zu hieven. Dann noch ein "Erholungsbierchen" (wir hatten einen Kasten Wittmann dabei) und anschließend ab ins Hotel zum Duschen. Es war mittlerweile 17:00 Uhr.

 

Da war er nun, der BP60SX! Der Mastfuß
Der bereits gekippte Mast. Das Zerlegen.
Teil für Teil, so ging's leichter! Das Wittmann war verdient!
  Der Mastfuß war endlich auf dem Hänger.  

Was unbedingt noch erwähnt werden muß:
Ohne die intensive Hilfe von Holger, DL5KUT, hätten wir das schwerste Teil, den Mastfuß, wohl kaum auf den Anhänger bekommen.
Danke nochmal, lieber Holger!

Um 18:00 Uhr ging es dann zum wohlverdienten Abendessen ins Hotel-Restaurant "Friedenseiche". Andy, DF5LR hatte diese Lokalität empfohlen. Er kannte sich dort aus, weil er dort in der Gegend geboren wurde und aufgewachsen ist. Für ihn war die Reise ein Wiedersehen mit seiner alten Heimat. Aber trotzdem ist er Tags darauf gerne wieder mit uns zusammen nach Bayern gefahren. Unseren fleißigen Helfer Holger, DL5KUT haben wir natürlich auch zum Abendessen eingeladen, so war es eine gut gelaunte Runde mit fünf OM's.

 

Gemütlich auf dem Hotelzimmer. Vor dem Abendessen.
Beim verdienten Abendessen. Nach dem Essen.

Nach einer erholsamen Nacht, in einem schönen vier-Sterne-Hotel, haben wir dann, nach einem ausgiebigem Frühstück, die Heimreise angetreten. Mit unserem Zugfahrzeug, bemerkte man den Anhänger hinten dran kaum. Für mich war diese Reise etwas Besonderes, ich sah zum ersten mal den "Weisswurstäquator"! Das Überqueren des Mains bei der Rückfahrt löste ein wohliges Gefühl aus, wieder auf bayrischem Boden zu sein.

 

Unser Hotel Unsere Zimmer
Der Weiswurstäquator. Rückfahrt, Blick nach hinten.
Warum ist es am Rein so schön? Der Mast ist fest auf dem Anhänger verzurrt.
Auch auf der Rückfahrt gab es Pausen. Der Straße sehr lange folgen...
Ohne Navi geht nichts. Der Tacho genau auf 100 km/h.
  Auch ein Stau war dabei.  

Zurück in Landshut waren wir am Sonntag um 18:10 Uhr. Didi und Achim warteten bereits auf uns und halfen kräftig mit, die schwere Fracht abzuladen. Der Mast lagert jetzt - bereit zum Aufstellen - in Landshut.

Eine gelungene Blitzaktion!

Mein ganz besonderer Dank gilt allen daran beteiligten!

 

Siegfried Deutinger, DF9RD
OVV Landshut, U08



 
 nach oben letzte Änderung:  Oktober 2017, DC4RU