u08.de Ausbildung zum Funkamateur

Was wird in der Prüfung verlangt?

Welche Unterschiede in den Lizenzklassen gibt es?

Wo bekomme ich die Unterlagen zum Lernen?

Wie lerne ich das Morsen?

Wann ist wo eine Prüfung?

Welche Gebühren fallen an?

 

Was wird in der Prüfung verlangt?

Betriebliche Kenntnisse:

Du kennst das System der Rufzeichen, die auf den von der ITU (Internationale Fernmeldebehörde) vergebenen Landeskennern basieren.

Du kennst die international vereinbarten Abkürzungen, mit denen Du z.B. beim morsen auch ohne Fremdsprachenkenntnisse Funkverkehr mit ausländischen Funkamateuren abwickeln kannst.

Du kennst die verbindlichen Regeln (Gesetze und Verordnungen), die beim Funkverkehr beachtet werden müssen.

Technische Kenntnisse:

Du weißt, wie Sender, Empfänger und Antennen funktionieren.

Du weißt über die physikalischen und technischen Zusammenhänge der elektromagnetischen Wellen und ihrer Ausbreitung bescheid.

Du kennst die Eigenschaften der verschiedenen Modulationsarten (AM, FM analoge und digitale Signalverarbeitung) und Betriebsarten (Morsen, Sprechfunk, Text- und Bildübertragung).

Du hast Kenntnisse über die elektromagnetische Verträglichkeit (Vermeidung von Störungen) und deren Anwendung auf Personen- und Sachschutz.

Kenntnisse von Vorschriften

Du weißt, welche Pflichten Dir die einschlägigen Gesetze und Verordnungen abverlangen und du kennst deine Rechte als Funkamateur.

Morsekenntnis:

Du kannst Morsezeichen aufnehmen und mit der Handtaste geben.
(nur für freiwillige Zusatzprüfung Morsen zur Zeugnisklasse A)

 

Welche Unterschiede in den Lizenzklassen gibt es?

Man unterscheidet 2 Lizenzklassen: eine davon ist die Einsteigerklasse (Klasse E) und die Klasse A, bei der alle für Funkamateure freigegebenen Frequenzen benutzt werden dürfen. Dazu gibt es für die Klasse A eine freiwillige Zusatzprüfung Morsekenntnisse.

Klasse A:

Technische Kenntnisse; betriebliche Kenntnisse (nationale und internationale betriebliche Regeln und Verfahren); Kenntnisse über nationale und internationale Vorschriften.

Das Amateurfunkzeugnis der Klasse A berechtigt zur Teilnahme am Amateurfunk auf allen dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereichen in allen zugelassenen Betriebsarten bis zur maximal zulässigen Sendeleistung.

Klasse E:

Nur die wesentlichen Grundzüge der technischen und betrieblichen Kenntnisse und der Kenntnisse über nationale und internationale Vorschriften.

Das Amateurfunkzeugnis der Klasse E berechtigt zur Teilnahme am Amateurfunk auf den, dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereichen 160m, 80m, 15m, 10m, 2m, 70cm und 3cm in allen zugelassenen Betriebsarten mit eingeschränkter Sendeleistung nicht größer als 100 Watt PEP im Kurzwellenbereich und 75 Watt im UKW-Bereich.
(3cm nur 5 Watt PEP)

Auf die Prüfung der Klasse E kann man sich online vorbereiten auf der Website www.amateurfunkpruefung.de.

 

Wo bekomme ich die Unterlagen zum Lernen?

Fragen und Antworten

Die Fragen und Antworten zur Prüfung der Klassen A und E kann man im Internet unter www.darcverlag.de bestellen. Man unterscheidet Fragen über betriebliche Kenntisse und Kenntnisse von Vorschriften mit je 2 Punkten und Fragen über technische Kenntnisse mit je 3 Punkten. Insgesamt werden aus den Katalogen zu jedem der 3 Bereiche Fragen zu jeweils 102 Punkten zusammengestellt. Zum Bestehen der Prüfung sind jeweils 75 Punkte notwendig. Mit mehr als 69 Punkten pro Prüfungsteil erreicht man die mündliche Prüfung.
Technische Erklärungen und Informationen bietet DJ4UF unter www.amateurfunkpruefung.de in seinen Lehrgängen an.

Online-Vorbereitung auf Klasse E

Für Interessenten der Klasse E ist es möglich, sich im Internet unter www.amateurfunkpruefung.de vorzubereiten. Die Fragen können dort auch aus PDF-File downgeloaded werden.

 

Wie lerne ich das Morsen?

Viele Interessenten werden vom Lernen des Morsecodes abgeschreckt. Ist ist aber nicht so schlimm wie man denkt und macht nach der Prüfung sogar Spaß. Es gibt immer noch sehr viele Stationen, die fast ausschließlich morsen. Viele extremen Verbindungen (z.B. über den Mond als Reflektor oder bei schlechten Ausbreitungsbedingungen) könnten mit Sprache gar nicht stattfinden.
Um es zu lernen gibt es sehr viele Computerprogramme, die einen kompletten Kurs vom ersten Lerntag bis zum letzten Tag vor der Prüfung anbieten. Auf der Homepage von DJ4UF findet ihr weitere Informationen um das Morsen zu erlernen.

 

Wann ist wo eine Prüfung?

Die Bundesnetzagentur-Außenstellen halten Prüfungen ab, wobei die Termine nach Bedarf festgesetzt werden.

Prüfungstermine der Bundesnetzagentur-Außenstellen

Wenn für die entsprechende Außenstelle kein Termin mit noch freien Plätzen angegeben ist, sollte man die angegebene Telefonnummer anrufen und sein Interesse an einem Prüfungstermin kund tun. Häufig werden Termine erst angesetzt, wenn eine Mindestzahl von Bewerbern vorhanden ist.

 

Welche Gebühren fallen an?

Für die Erteilung von Amateurfunkzeugnissen, Amateurfunkzulassungen und Rufzeichenzuteilungen werden einmalige Gebühren gemäß Anlage 2 der AFuV erhoben.

Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk,
Anlage 2 (zu § 1 Nr. 7 und § 18) Gebührenverzeichnis

 

 
 nach oben letzte Änderung:  September 2017, DC4RU