Warum Mitglied beim Deutschen Amateur Radio Club e.V.?
Man hört ja, gerade in letzter Zeit, schon mal die Frage:
Warum eigentlich Mitglied werden beim DARC?
Die Frage ergibt sich schon bedenkt man, dass bekanntlich jeder der die amtliche Prüfung
für Funkamateure bestanden hat und dem ein Rufzeichen zugeteilt wurde,
das Recht auf den für seine Lizenzklasse vorgesehenen Frequenzen/Bändern Betrieb
machen kann. Auch ohne sich in einem Verein zu organisieren.
Nur sollte schon darauf hingewiesen werden dürfen, daß die Rahmenbedingungen für einen
geregelten Funkbetrieb weltweit von nationalen und internationalen Funkverbänden geschaffen
wurden, und diese aufrecht erhalten werden. Ohne eine starke Lobby hätten unsere
Politiker die Amateurfunkfrequenzen schon längst verscherbelt.
Projekte wie Amateurfunksatelliten oder Relaistationen auf exponierten Standorten wurden
meist von Clubmitgliedern verwirklicht und werden von diesen auch betreut. Ein Beispiel,
das für den Einzelnen vielleicht nicht interessant erscheint, aber für uns Funkamateure
weltweit einen enormen Prestigegewinn darstellt, sind die Aktivitäten der Amerikaner (ARRL)
und der Russen in verschiedenen Weltraumaktionen.
Es gibt beispielsweise so gut wie keinen amerikanischen Astronauten, der nicht lizensiert wäre.
Jüngst wurde in einem spektakulären Weltraumspaziergang ein neuer Amateurfunk Transponder/Relaisstelle
an der Außenseite der ISS angebracht.
Aber auch die Europäer, ja weltweit engagieren sich Amateurfunkverbände auf dieser Ebene.
So gibt es bekanntlich nicht gerade wenige Amateurfunksatelliten die in verschieden
Umlaufbahnen die Erde umkreisen und uns einfachen Funkamateuren ermöglichen diese Hightech
zu nutzen.
Aber warum eigentlich der DARC? Es gibt doch auch noch andere Amateurfunkverbände.
Nun die Antwort kann man mit einem Beispiel geben: Warum hört Autofahrer-Deutschland auf
die Aussagen des ADAC? Nun wohl wegen seiner hohen Mitgliederzahlen. Sein Wort hat Gewicht!
Seine Mitglieder sind auch Wähler!
Wenn wir also bedenken, dass wir in Deutschland ca. 60.000 Funkamateure haben und diese sich
in 15 oder 20 kleinen, untereinander wahrscheinlich uneinigen Vereinen wiederfinden, so
haben diese wohl kaum eine Chance in der Politik wahrgenommen zu werden. Also brauchen wir
einen starken Verband mit Gewicht und Sachverstand!
Und das ist nun mal der DARC!!!
Dies sind nur einige wenige Punkte, die ein Funkamateur bedenken sollte der glaubt, es gehe
auch ohne "Vereinsmeierei".
Was bietet der DARC seinen Mitgliedern?
* Versicherungsleistung:
Jedes Mitglied ist gegenüber Dritten für Schäden versichert,
die durch seine Antennenanlage und sonstige Tätigkeit im Rahmen der Ausübung des Hobbys
anderer entstehen können. Diese Haftpflichtversicherung ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.
* Amateurfunkmagazin CQ-DL:
Fester Bestandteil der DARC-Mitgliedschaft ist die Clubzeitschrift CQ-DL, die jedes Mitglied monatlich erhält.
* QSL-Büro:
Die weltweite QSL-Vermittlung übernimmt der Club kostenlos. QSL-Karten sind
ein wichtiger Bestandteil des Amateurfunks. Sie dienen als schriftlicher Nachweis einer
Funkverbindung. Dies ist besonders für Neulizensierte und DXer sehr interessant.
* Geselligkeit im Ortsverband:
Innerhalb der Ortsvereine gibt es Veranstaltungen wie regelmäßige Monatsversammlungen
(QSL-Karten Austausch - neueste Informationen - das visuelle Kennenlernen - Fachsimpeln)
Fuchsjagd, Fieldday oder andere Funkaktivitäten z.B. Funkexkursionen.
Beispielsweise unternahm der OV-Landshut im Jahr 2000 mit einer Gruppe von 8 Personen eine
Reise nach Schottland zum Fieldday Contest.
Oder im Jahr 2005 die Beteiligung mit 10 Personen am VHF/UHF Contest vom großen Arber aus.
* Die Nähe eines Ortsverbandes.
Es ist fast immer möglich bei ca. 1100 Ortsverbänden bundesweit,
vor Ort einen OV zu finden. Hier findet das ganze Jahr über nicht nur Geselligkeit, sondern
auch reger Gedankenaustausch statt.
* HAM SPIRIT:
Als Ham Spirit bezeichnen wir Funkamateure die gegenseitige Hilfe unter Funkamateuren,
wie: Beheben von Problemen bei Radio oder Fernsehempfang (TVI - BCI).
Antennenbau: vor allem ältere OM's können nicht mehr so gut auf das Dach. Antennenbau
ist sowiso Teamarbeit.
* Clubstationen:
Viele Ortsverbände haben wie z.B. der OV Landshut eine Clubstation.
Hier werden den Mitgliedern Gerätschaften, als auch die dazugehörigen Antennenanlagen geboten
die sich sehen lassen können. Die HF-Lage ist im Fall Landshut besonders gut geeignet
nicht nur die Kurzwelle optimal (auch mit Endstufe) nutzen zu können, sondern auch auf den
VHF/UHF Bändern Weitverbindungen zu tätigen. In Landshut haben alle OV Mitglieder zudem
mittels elektronischen Schlüssel jeder Zeit ungehinderten Zutritt zum sehr gut
ausgebauten Clubraum, mit eigener kleiner Küche und Kühlschrank.
Diese und viele andere Gründe sprechen für den DARC!
Sigi, DF9RD; 1.Vorstand des OV-Landshut
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